Kopfläuse erkennen, bekämpfen und behandeln

 

Kopfläuse hat man sich schnell mal eingefangen. Vergleichbar wie bei Krankheiten, kann man sich bei anderen Menschen, die von Kopfläusen befallen sind, schnell mal anstecken. In den meisten Fällen ist es kaum eine große Sache, denn es handelt sich oft nur um eine harmlose Infestation (Befall von Parasiten). Zumeist sind Kinder von Kopfläusen betroffen, weil sie sich im Kindergarten oder der Schule oder im Verein bei anderen Kindern angesteckt haben. In jedem Fall ist es immer ganz wichtig, dass schnellstmöglich die Ansteckungsquelle gefunden wird, um eine erneute Ansteckung mit Kopfläusen zu vermeiden.

Kopflausbefall hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun




Wenn man selbst, oder das eigene Kind, von Kopfläusen befallen ist, sollte man auf jeden Fall keine Scheu zeugen durch gezielte Anrufe und Nachforschungen im eigenen Umfeld die anderen Menschen zu warnen und zu informieren. Kopflausbefall hat nichts mit mangelnder Hygiene oder sonstigen Versäumnissen zu tun. Das Wichtigste ist es, die Quelle für eine wiederholte Ansteckung zu eliminieren.

Die Fakten zur Kopflaus

Ist man von Kopfläusen befallen, so beginnen die ausgewachsenen Kopflaus-Weibchen etwa 10 Eier täglich zu legen, und diese in Kopfhautnähe an die Haaransätze zu kleben. In ihrer etwa 30 Tage dauernden Lebenszeit legen die Kopfläuse also bis zu 300 Eier. Die Kopflaus-Männchen leben etwa 2 bis 3 Wochen. Die Entwicklung einer Kopflaus vom Schlüpfen bis zum Erwachsensein dauert etwa auch 2 bis 3 Wochen. Kopfläuse können nicht springen oder fliegen. Kopfläuse sind vergleichsweise flink und lichtscheu, und wissen sich im Haar relativ gut zu verstecken.

Die Ansteckung mit Kopfläusen

Die Ansteckung mit Kopfläusen erfolgt zumeist nur von Kopf zu Kopf. Kuscheln Kinder miteinander oder schlafen sie in einem Bett, so kann eine Ansteckung mit Kopfläusen erfolgen. Eine Übertragung durch andere Gegenstände ist nicht sehr wahrscheinlich, da die Kopfläuse eigentlich ihren Wirt nie verlassen. Eine Ansteckung durch einen Kamm oder eine Bürste ist allerdings möglich, weil sich die Kopfläuse in dem Kamm einklemmen und dort etwas überleben können. Eine Übertragung von Kopfläusen durch Haustiere ist nicht möglich.

Die Diagnose und Behandlung von Kopfläusen

Man ist dann von Kopfläusen befallen, wenn man mindestens eine lebende Kopflaus im Haar hat. Man kann durch Auskämmen mit einem speziellen sehr feinen Kamm im Rahmen des Haarewaschens die Kopfläuse Strähne für Strähne auskämmen. In dem Shampooschaum können sich die Kopfläuse nicht mehr bewegen, und dieser Schaum wird dann in einem Tuch abgewischt. In diesem Tuch ist dann der Kopflausbefall zu finden. Dies ist dann auch die Kontrollmethode des Behandlungserfolges im Nachhinein. Wenn nach dem Trocknen des Schaums auf dem Tuch wieder Lebens aufkommt, dann hat diese Behandlungsmaßnahme nicht ausgereicht, und man muss diesen wiederholen.

Behandlungsmaßnahmen gegen Kopfläuse

Neben dem Auskämmen durch eine Pflegespülung kann man einen Kopflausbefall auch durch die Suche den Kopflauseiern, den sogenannten Nissen vornehmen. Diese Methode ist aber etwas ungenauer und man muss dazu schon ein geübtes Auge haben, da die Nissen nur etwa so groß wie ein Stecknadelkopf sind. Ein weiteres Indiz für einen Kopflausbefall sind Juckreiz und Hautrötungen vor allem im Bereich des Nackens und hinter den Ohren.

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