Zahnversiegelung – Zahnpflege bei Kindern

 
Eine Zahnversiegelung hat Vor- und Nachteile
Eine Zahnversiegelung hat Vor- und Nachteile

Die Zahnpflege bei Kindern gestaltet sich nicht immer ganz einfach. Manche Kinder sind zwar bereit die Zähne zu putzen, aber es fehlt den Kindern, bin ins Grundschulalter hinein, oft die nötige Motorik um die Zähne richtig zu putzen. Hier ist es wichtig, dass man als Eltern noch nachputzt oder vorher gut putzt und die Kinder dann selber nochmal putzen lässt. Wenn es dann doch mal zu Problemen mit den Kinderzähnen kommt, könnte der Zahnarzt die Möglichkeit einer Zahnversiegelung in Betracht ziehen. Im Folgenden werden die Vor- und Nachteile einer Zahnversiegelung erörtert.

Die richtige Zahnpflege bei Kindern




Eine elektrische Zahnbürste kann hier wertvolle Dienste leisten, denn zum einen finden Kinder diese oft cool und die Bürste selbst reinigt durch die Drehbewegung des Bürstenkopfes besser als Kinder das von Hand schaffen. Viele Bürsten haben zudem eine Kontrolle, dass man nicht zu fest aufdrückt. Außerdem schalten sie erst nach zwei Minuten putzen ab, sodass man die Putzzeit einhält.
Wichtig sind auch regelmäßige Kontrollen beim (Kinder)Zahnarzt. Der kann zum einen besser kindgerecht erklären worauf es beim Putzen ankommt. Zum anderen sind die Kinder da oft besser bereit sich in den Mund sehen zu lassen. Mit den richtigen Spiegeln und guter Beleuchtung kann der Zahnarzt auch erkennen ob die Zähne gesund sind oder ob etwas gemacht werden muss.

Zahnversiegelung ja oder nein?

In den letzen Jahren wird seitens der Zahnärzte immer öfter der Vorschlag gemacht eine Zahnversiegelung machen zu lassen um die Milchzähne und auch die bleibenden Zähne vor Karies zu schützen.
Hierzu muss man wissen, dass diese Zahnversiegelungen aus einem Kunststoff bestehen, der die Furchen in den Kauflächen der Zähne auffüllen soll. Somit sind weniger Angriffsflächen für Essensreste, die in diesen Zahngrübchen hängen bleiben. Es kommt nun sehr darauf an wie die Zähne beschaffen sind. Es gibt Zähne, die sehr stark gefurcht sind und tiefe Rillen haben, andere sind eher flach und glatt. Das kann sogar innerhalb eines Mundes variieren. Eine Versiegelung bei glatten Zähnen vorzunehmen ist somit nicht so sinnvoll. Wenn die Furchen und Fissuren nun versiegelt sind, sollten die Kauflächen vor Karies geschützt sein, soweit so gut, aber:

Wie funktioniert eine Zahnversiegelung?

Die Zähne werden mit einer leichten Säure etwas angeraut und gut getrocknet, sodass der Kunststoff haften bleibt. Der flüssige Kunststoff wird dann mit einer Polimerisationslampe ausgehärtet. Zum Schluss erfolgt eine „Bisskontrolle“ und eine Fluoridierung der Zähne. Das Problem dabei ist die Lebensdauer der Versiegelung, denn diese ist nicht „lebenslang“, sondern meist nur 5 bis 8 Jahre.
Ein weiteres Manko an dieser Methode ist, dass Karies meist gar nicht zuerst an den Kauflächen auftritt, sondern in den Zahnzwischenräumen, die man mit einer Versiegelung nicht erreichen kann. Zudem verleitet diese Scheinsicherheit dazu, dass man eventuell beim Putzen etwas nachlässig wird, denn man ist ja vermeintlich sicher vor Karies.
Einige Experten sind jedoch skeptisch, denn wenn sich nun trotzdem Karies bildet, kann dieser sich unter der Versiegelung lange Zeit unbemerkt ausbreiten und den Zahn mehr zerstören als ohne Versiegelung.

Die meisten Krankenkassen bezahlen bei Kindern meist nur für die Versiegelungen bei den bleibenden Zähnen. Die Milchzähne muss man meist selbst bezahlen.
Ob man eine Versiegelung nun für seine Kinder in Betracht zieht, sollte man deshalb sehr genau abwägen.




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Zahnversiegelung - Zahnpflege bei Kindern
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Zahnversiegelung - Zahnpflege bei Kindern
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Zähne putzen ist gerade bei Kindern besonders wichtig. Bei Problemen kommt eine Zahnversiegelung in Betracht. Die Vor- und Nachteile einer Zahnversiegelung.
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Arnulf Müller-Delius
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