Atomare Bedrohung in Fukushima noch nicht unter Kontrolle

 

Nachdem die atomare Bedrohung in Fukushima-Daiichi noch immer nicht unter Kontrolle ist, bleibt das Katastrophengebiet in Japan immer noch im Fokus des internationalen öffentlichen Interesses. Nicht nur weil zwischenzeitlich der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sich persönlich ein Bild der aktuellen Lage in Fukushima gemacht hat, sondern weil mittlerweile immer größere Teile der japanischen Bevölkerung selbst ein Ende der Kernenergie fordern. Doch leider hilft im Falle einer nationalen atomaren Bedrohung nicht nur die Initiative eines einzelnen Landes, sondern hierzu ist globale Einigkeit notwendig. Denn nur wenn sich alle Länder der Erde einig sind, kann eine atromare Bedrohung ausgeschlossen werden.

Die Erde bebt in Japan weiter


Trotz der eh schon ernstzunehmenden und bedrohlichen Lage in der Atomruine in Fukushima und der Rekordwerte bei der Strahlendosis kommt die Erde im Krisengebiet nicht zur Ruhe. Die tatsächlichen Strahlenhöchstwerte im Unglücksreaktor waren bei der jüngsten Messung vor Ort nicht exakt messbar, weil die Skala der Messgeräte für die wahrscheinlich deutlich über 10 Sievert pro Stunde liegenden nicht ausgereicht hat. Nicht nur aus diesem Grund haben seit dem großen Tsunami- und Erdbebenunglück und dem dadurch verursachten Atomunfall vom 11.03.2011 zehntausende von Japanern die Region um Fukushima verlassen.

Auch eine spürbare Folge des Reaktorunglücks sind mittlerweile verstrahlte Nahrungsmittel die in den japanischen Läden die in den Regalen zum Verkauf angeboten werden. Aber einen dramatischen Höhepunkt haben in der Zwischenzeit vor allem zwei weitere schwere Erdbeben am 12. August und am 19. August 2011 dargestellt. Während am 12.08. die Erde mit einer Stärke von 6,0 bebte, hatte das Seebeben vom 19.08. eine Stärke von 6,8. Bei diesem Beben wurde sogar wieder eine Tsunami-Warnung der zuständigen Behörden ausgesprochen.

Die Lage in Japan bleibt weiterhin unsicher

All diese Faktoren machen deutlich, wie unsicher und bedrohlich die aktuelle Lage in Japan ist. Allein die aktuell instabile Situation der Erde lässt kaum eine sichere Beurteilung des zukünftiges Erfolges der aktuellen Rettungsmaßnahmen zu, und erschwert auf jeden Fall die Bemühungen aller Helfer den Unglücksreaktor möglichst schnell unter Kontrolle zu bringen. Die bisher schon entstandenen Schäden und das gesamte Ausmaß der Katastrophe ist auch zum derzeitigen Zeitpunkt wohl kaum realistisch zu beurteilen.

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