Impotenz (Erektionsstörungen) bei Männern ab 60

Bei Männern über 60 Jahren kommt es besonders häufig zu Impotenz und anderen Einschränkungen der männlichen Sexualfähigkeit. Unter der erektile Dysfunktion ist eine Störung der Erektion zu verstehen. Das ist die Unfähigkeit, eine Erektion lange anzuhalten bis hin zum vollständigen Ausblieben einer Erektion. Ein nicht zufriedenstellendes Sexualleben ist die Folge.




Eine Impotenz im medizinischen Sinne tritt dann ein, wenn sich eine Störung der Sexualfähigkeit über einen langanhaltenden Zeitraum erstreckt. Kurzzeitige Funktionsstörungen, die in der Regel jeder Mann in seinem Leben erfahren hat oder wird, zählen nicht unter den Sammelbegriff der Impotenz. Sowohl junge Männer als auch Senioren können von Impotenz betroffen sein. Eine erfolgversprechende Therapie und Behandlung von Erektionsproblemen ist in vielen Fällen möglich. Hier erhalten Sie mehr Infos zum Thema Impotenz im Alter.

Die Zusammenhänge zwischen dem Alter und Impotenz

Eine Anejakulation (Ausbleiben eines Samenergusses) oder Zeugungsunfähigkeit kann jede Altersklasse aufgrund verschiedenster Ursachen treffen. So zeigt sich vor allem die erektile Dysfunktion als eine weit verbreitete Erkrankung, bei der mit zunehmendem Alter das Erkrankungsrisiko steigt.

Es gibt eine Studie aus Massachusetts über das Alter von Männern in Verbindung mit Impotenz. Demnach nimmt die Häufigkeit einer erektilen Dysfunktion von Männern in den dreißiger Jahren und Männern bis zum 80 Lebensjahr von 2.3 Prozent auf 53.4 Prozent zu. Ab einem Alter von 60 Jahren ist nahezu jeder zweite Mann von einer erektilen Dysfunktion betroffen.

Dies ergibt sich in erster Linie daraus, dass eine erektile Dysfunktion oftmals die Folge einer Grunderkrankung ist. Das Risiko an ihr zu erkranken, steigt ebenfalls mit zunehmendem Alter. Dies kann zum Beispiel Diabetes verursachen. Eine weitere Verbindung zwischen dem Alter und Impotenz wird dadurch bestätigt, dass Impotenz eine Vorerkrankung von Krankheiten sein kann. Vor allem ältere Personen sind davon betroffen, wie Schlaganfall oder Herzinfarkt.

Dies ergeben medizinische Studienauswertungen. Diese besagen, dass im Anschluss an eine erektile Dysfunktion bei nahezu 70 Prozent der betroffenen Männer eine koronare Herzerkrankung oder Gefäßerkrankungen diagnostiziert wurde.

Ursachen für Impotenz im Alter

Während Männer in der zweiten Lebensdekade in der Regel über die höchste sexuelle Leistungskraft verfügen, reduziert sich diese in den meisten Fällen aufgrund des natürlichen Alterungsprozesses. Die Erektionskraft lässt nach und die Stimulationsdauer bis zur vollständigen Erektion nimmt zu. Die Häufigkeit von Samenerguss-Wiederholungen nimmt ab.
Dies ist unter anderem daraus bedingt, dass sich im Alter der Stoffwechsel ändert und in Folge das penile Bindegewebe an Elastizität verliert. Dies bedeutet, dass weniger Blut in den Penis gelangt. Dadurch erreicht dieser die erforderliche Größe nicht beziehungsweise immer weniger, die es zu einer Penissteife erfordert.

Zudem kommt es mit zunehmendem Alter zu einer Erschlaffung der Beckenboden-Muskulatur und die Organfunktion nimmt kontinuierlich aufgrund des natürlichen Alterungsprozesses ab. Daraus ergibt sich eine geringere Sauerstoffversorgung sowie eine abnehmende Durchblutung. Dies führt wiederum zu einer Unterversorgung der Sexualorgane und weniger Blut kann in den Schwellkörpern gestaut werden. Eine Erektion bleibt aus oder kann nicht lange genug gehalten werden.




Mit zunehmendem Alter kommt es zudem zu einer altersbedingten Senkung des Sexualhormons Testosteron. Ab einem Alter von 40 Jahren verringert sich der Testosterongehalt im Durchschnitt um ein Prozent. Bei Männern über 60 Jahren reduziert sich der Wert bei vielen um bis zu 20 Prozent, sinkt damit unter einen Normalwert von 3,0 ng/ml und wird in der Medizin als ein Testosteronmangel bewertet. Dadurch kann es zu zahlreichen Sexualfunktionsstörungen kommen, die eine Impotenz auslösen.

Weitere Ursachen für eine Impotenz im Alter sind auf typische Erkrankungen zurückzuführen, von denen vor allem Männer im Alter betroffen sind. Dazu zählen:

• Arteriosklerose
• Herzerkrankungen
• Bluthochdruck
• Diabetes mellitus
• Prostata-Erkrankungen
• Hormonstörungen
• Multiple Sklerose
• Morbus Parkinson
• Multisystematrophie
• Leber- und Nierenleiden

Die Ursachen für eine Anejakulation sind oftmals durch Wirbelsäulenverletzungen bedingt. Im Alter kommt eine Anejakulation jedoch überwiegend aufgrund von neurologischen Erkrankungen und Diabetes Mellitus vor.

Die Ursachen für eine Zeugungsunfähigkeit im Alter liegen in den meisten Fällen an dem natürlichen Rückgang der Spermienbeweglichkeit, der Menge des Ejakulats sowie Spermienanzahl und Lebensfähigkeit der Spermien. Mit zunehmendem Alter nimmt die Spermien-Qualität sowie deren Eigenschaften meist soweit ab, dass es zu keiner Kindeszeugung mehr ausreicht.

Kann Impotenz im Alter vorgebeugt werden?

Um auch im Alter ein zufriedenstellendes Sexualleben zu besitzen, das die Lebensqualität steigert und zum verbesserten Wohlgefühl bis ins hohe Alter führt, sollte versucht werden einer Impotenz mithilfe verschiedenster Maßnahmen vorzubeugen. Ratsam ist es, bereits ab dem 35. Lebensjahr präventiv tätig zu werden, um Alters-Impotenz sowie Störungen der Sexualfunktionen im Alter vorzubeugen.
Ein Training der Beckenbodenmuskulatur, dem sogenannten Potenzmuskel, sorgt für eine verbesserte Muskelaktivität. Dies begünstigt die Durchblutung und vor allem wird die Standfestigkeit des Penis während einer Erektion optimiert.

Sexuelle Aktivität beugt ebenfalls einer altersbedingten Impotenz vor, wenn sie regelmäßig und oft stattfindet. Wer nur wenig sexuell aktiv ist, begünstigt vor allem die Ursachen von Muskelrückgang im unteren Becken, wodurch insbesondere das lange Anhalten einer Erektion nachteilig beeinflusst wird.

Diverse Alterskrankheiten können die Ursache für Impotenz oder Erektionsstörungen sein

Um einer Impotenz in Folge eines ungesunden Lebensstils entgegenzuwirken, ist eine gesunde Ernährung und viel Bewegung förderlich. Übergewicht bzw. Adipositas und die miteinhergehenden Folgeerkrankungen verursachen häufig Erektionsstörungen. Eine Gewichtsreduktion kann hierbei schon zu einer deutlichen Besserung der Potenz bewirken.

Zusätzlich sind regelmäßige Routine-Checks beim Hausarzt zum Beispiel von Blutdruck, Herz-Kreislauf-System, Diabetes sowie Vorsorgeuntersuchungen der Prostata ratsam, um im Erkrankungsfall zügig eine Therapie einleiten zu können.

Wie kann Impotenz im Alter behandelt werden?

In den meisten Fällen ist Impotenz heilbar oder kann so in seinem Schweregrad verbessert werden, dass ein befriedigendes Sexualleben erfolgen kann. Um eine erfolgversprechende Behandlung von Impotenz einleiten zu können, ist im Vorfeld eine exakte Diagnosestellung und Ursachenforschung notwendig. Basiert die Impotenz auf einer Erkrankung, wie zum Beispiel Durchblutungsstörungen oder Bluthochdruck, so ist eine Behandlung der Ursprungserkrankung erforderlich.

Gute Ergebnisse bei der Behandlung vom Impotenz im Alter kann mit Präparaten aus der Reihe der PDE-5-Hemmer erzielt werden. Diese erweitern die Gefäße und sorgen für eine bessere Durchblutung des Penisgewebes. Zu den Arzneimitteln der Gruppe der PDE-5-Hemmer zählen Viagra, Cialis oder Levitra. Welches der Präparate individuell am besten geeignet ist, wird gemeinsam mit dem behandelnden Arzt festgelegt.

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Impotenz (Erektionsstörungen) bei Männern ab 60
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Bei Männern über 60 Jahren kommt es besonders häufig zu Impotenz und anderen Einschränkungen der männlichen Sexualfähigkeit. Ein nicht zufriedenstellendes Sexualleben ist die Folge.
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Arnulf Müller-Delius
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