Drehmomentschlüssel – welche Kriterien sind entscheidend

 
Bei einem Drehmomentschlüssel kommt es auf die Messgenauigkeit und Haltbarkeit an
Bei einem Drehmomentschlüssel kommt es auf die Messgenauigkeit und Haltbarkeit an
Bildquelle: advertising media design / Drehmomentschlüssel © amd

In jeder Werkstatt, bei vielen Tätigkeiten im Haushalt und Alltag, aber in einigen anderen Bereichen des Lebens kommt man immer wieder in die Verlegenheit Schrauben mit einem Drehmomentschlüssel festziehen zu müssen. Sei es beispielsweise beim Reifenwechsel, dann ist es nicht nur erforderlich die Schraube bzw. den Bolzen festzuziehen, sondern ihn auch noch richtig fest zu schrauben. Bestimmte Schrauben oder Verbindungen erfordern also auch ein bestimmtes Drehmoment mit dem eine Schraube angezogen werden muss. In diesem Fall ist ein geeigneter Drehmomentschlüssel unerlässlich.

Worauf kommt es bei einem Drehmomentschlüssel an?




Ein Drehmomentschlüssel wird dann zwingend erforderlich, wenn man eine Schraubverbindung nicht zu locker anziehen darf, diese aber auch nicht zu fest angezogen werden darf. Ein bekanntes Beispiel ist die Montage von Alufelgen bei einem Auto. Alufelgen dürfen nicht zu fest angeschraubt werden, da sie sonst beschädigt werden. Man darf Alufelgen aber auch nicht zu leicht anziehen, da sich sonst die Felgen lockern können. Ein Drehmomentschlüssel ist in solchen Fällen das richtige Spezialwerkzeug.

Wie bei allen Dingen des Lebens, also auch beim Werkzeug, spielt hier die Qualität eine große Rolle, denn nur bestimmte zwingende Eigenschaften eines Drehmomentschlüssels gewährleisten auch eine richtige Schraubverbindung. Hier sind vor allem der Messbereich, der ausreichend dimensionierte Antrieb, die Messgenauigkeit und vor allem die Dauerhaftigkeit der richtigen Drehmomente ausschlaggebend.

Der Messbereich eines Drehmomentschlüssels

Da man sowohl bei sehr kleinen Schraubverbindungen, wie zum Beispiel in der Feinmechanik, aber auch bei großen Industriemaschinen Schraubverbindungen mit einem abgestimmten Drehmoment gewährleisten muss, ist der Messbereich eines Drehmomentschlüssel sehr wichtig.

Vor dem Kauf eines solchen Spezialwerkzeuges muss man sich über dessen Einsatzzweck klar sein, denn es spielt eine Rolle ob man Drehmomente im Bereich von etwa 2 bis 100 Newtonmeter festschrauben möchte, oder im Bereich von 300 bis 1000 Newtonmeter.

Der Antrieb des Drehmimentschlüssels

Im direkten Zusammenhang mit dem Messbereich muss natürlich auch der Antrieb der Ratsche des Schlüssels ausreichend dimensioniert sein. Ein Qualitätskriterium ist es also, dass jeder Drehmomentschlüssel einen für seinen Messbereich eher überdimensionierten Antrieb hat, womit auch gleich dessen Langlebigkeit, aber auch dessen Messgenauigkeit stark zusammenhängt. Die möglichen Antriebe können von ¼ Zoll bis ¾ Zoll oder noch größer reichen.




Die richtige Länge eines Drehmomentschlüssels

Ebenso in engem Zusammenhang mit Antrieb und Messbereich eines Drehmomentschlüssels steht die Länge dieses Werkzeuges. Hier gibt das Hebelgesetz die erforderlichen Längen dieses Werkzeuges vor, damit überhaupt selbst die erforderliche Kraft mit dem Werkzeug entwickeln kann.

Messgenauigkeit und Haltbarkeit

Die entscheidenden Qualitätskriterien für einen guten und natürlich auch teureren Drehmomentschlüssel sind die Messgenauigkeit und die Haltbarkeit des Schlüssels. Hier trennt sich dann zumeist die „Spreu vom Weizen“. Wenn man wirklich Vertrauen in seine angezogenen Schraubverbindungen haben will, dann sollte man lieber ein paar Euro mehr investieren, denn macht einen großen Unterschied, ob ein Drehmomentschlüssel eine vergleichsweise gute Messgenauigkeit von etwa 3 % aufweisen kann, oder aber deutlich drüber.

Ebenso wichtig ist es auch, dass man lieber gleich in einen teureren Drehmomentschlüssel investiert, und dann sich aber immer auf eine gleich bleibende Messgenauigkeit verlassen kann. Letztendlich kommt es immer teurer, wenn der Drehmomentschlüssel schnell kaputt geht, oder die Schraubverbindungen nicht zuverlässig schafft.