Wie lernen Kinder am besten Fahrradfahren?

 
Bildquelle: Fahrradfahren lernen / iStockphoto © kzenon

Welches Kind möchte nicht gerne schnell Fahrradfahren lernen um seinen Aktionsradius auszudehnen? Damit das nicht nur schnell, sondern auch sicher gelingt kann man als Eltern eine Menge dazu beitragen. Mit ein paar Tipps lernen die Kinder schnell und sicher Fahrradfahren. Kinder sind je nach individueller Begabung und Körpergröße mit etwa drei Jahren soweit selbst Fahrradfahren zu lernen, die meisten Kinder wollen in dem Alter auch von sich aus damit beginnen.  Überfordern sollte man das Kind jedoch nicht, denn auch kleine Kinder sind schon sehr gut in der Lage ihr Können einzuschätzen. Wenn man das Kind nun zu früh heranführt kann das Gegenteil der Fall sein, das Kind hat Angst und möchte nicht Fahrradfahren lernen. Somit ging der Schuss nach hinten los, denn das Lernen verzögert sich damit.

Aller Anfang ist schwer, oder eben nicht…


Eine gute Vorübung für das Fahrradfahren ist ein Tretdreirad oder ein anderes Tretfahrzeug denn damit bekommen die Kinder schon mal ein Gefühl für den runden Tretrhythmus und es fällt ihnen nicht mehr schwer die Füße auf den Pedalen sicher zu führen. Sehr gut geeignet für das Fahrradfahren lernen ist ein Laufrad, bei dem die Kinder mit den Füßen auf den Boden kommen aber je nach Können schon eine kleine Strecke gleiten können, jedoch immer mit der Sicherheit die Füße jederzeit ohne behindernde Pedale auf den Boden zu bekommen und sich abstützen zu können.

Die richtige Ausrüstung ist wichtig zum Fahrradfahren lernen

Das Wichtigste ist zunächst einmal das Kinderfahrrad als solches, es muss dem Kind gefallen, denn sonst wird es unbeachtet in der Ecke stehen bleiben. Möglicherweise ist die Farbe oder eine bestimmte Klingel schon so toll, dass das Kind das Fahrrad haben möchte und einen Anreiz zum Lernen hat.  Man sollte beim Kauf unbedingt darauf achten, dass das Fahrrad die TÜV und GS Zeichen trägt und dass das Rad zum Kind, bzw. dessen Größe und Körperbau passt. Das Fahrrad sollte gute Bremsen haben, einen Aufprallschutz am Lenker und rutschfeste Pedale mit Katzenaugen bei denen das Kind nicht abrutscht, auch wenn es mal nasse Schuhe hat.

Eine Gangschaltung ist beim ersten Fahrrad zum Fahrradfahren lernen nicht nötig, das verwirrt nur unnötig und macht das Kinder unsicher. Das ist erst später interessant, wenn weitere Wege mit Steigungen gefahren werden.  Wichtig ist auch eine passende Schutzausrüstung mit Helm und Knieschutz, denn dann sind eventuelle Stürze, auch auf Asphalt, gar nicht so schmerzhaft für das Kind.  Man sollte das Kind ruhig erst mal in Ruhe das Fahrrad begutachten lassen, denn Kinder wollen sich oft erst mal alles in Ruhe ansehen, dann verliert das fremde Gefährt auch an Schrecken, man sollte auf keinen Fall drängen, wenn das Kind noch nicht so weit ist. Vielleicht möchte es erst einmal schieben und sich das Fahrrad ansehen und testen.  Wenn dann erste Fahrversuche anstehen ist es sinnvoll sich eine ruhige Straße auszusuchen, auf der wenig Autos fahren und auch sonst nicht so viele Ablenkungen und Störfaktoren sind.

Wie sinnvoll sind Stützräder

Zum Thema Stützräder: Meist erweisen sich Stützräder als trügerische Sicherheit, bzw. verhindern den natürlichen Gleichgewichtssinn, indem das Rad immer leicht zur Seite kippt und man nicht lernt gerade zu fahren. Besser ist es als Erwachsener das Fahrrad festzuhalten und etwas zu stabilisieren.  Das fahrende Kind sollte man zunächst nicht allein lassen, es muss immer das Gefühl haben, dass jemand da ist, der es auffängt, bzw. es gar nicht so weit kommen lässt, dass es stürzt.  Die Zeitdauer des Fahrradfahrens sollte man immer dem Kind überlassen, denn Kinder können sich noch nicht so lange konzentrieren. Es ist besser immer wieder eine kleine Pause zu machen um den Erfolg nicht zu mindern. Lieber öfter am Tag in kleinen Zeitintervallen üben, als einmal zwei Stunden.

Loben ist ganz wichtig, denn das Kind freut sich, wenn es drei Meter allein geschafft hat. Schimpfen sollte man vermeiden, denn das Kind will sich selbst fordern und weiß selbst wann es Fehler gemacht hat.