Ursachen und Folgen einer Netzhautablösung

 
Eine Netzhautablösung kann jeden treffen
Eine Netzhautablösung kann jeden treffen
Bildquelle: aboutpixel.de / in search of… © Maria Albrecht

Meist sind erst die etwas älteren Menschen von einer Netzhautablösung betroffen, allerdings kann es auch junge Menschen treffen. Im Alter verformt sich der Augapfel etwas, je nachdem ob man kurzsichtig (man sieht Dinge in der Nähe gut) oder weitsichtig (man sieht weit entfernte Dinge scharf, kann aber die Zeitung nicht ohne Brille lesen) ist der Augapfel entweder in die Höhe oder Breite verformt. Man sieht das nicht, denn die Verformung ist minimal, aber sie genügt um die Linse leicht zu deformieren. Man kennt das, wenn man kurzsichtig ist und möchte in der Ferne etwas genauer erkennen, zwickt man die Augen etwas zusammen, somit wird der Augapfel leicht gedrückt und man sieht schärfer.

Eine Netzhautablösung kann jeden treffen




Eine Netzhautablösung ist meist tendenziell eher bei Menschen mit Kurzsichtigkeit zu erwarten, denn hier zieht der Augapfel an der Netzhaut, die dann an einer kleinen Stelle keinen Kontakt mehr mit der durchbluteten Schicht der Augenhöhle hat. Das bedeutet, dass diese Stelle abstirbt und einen schwarzen Fleck bildet. Hier ist kein Sehen mehr möglich. Eine Netzhautablösung muss behandelt werden, denn eine Nichtbehandlung führt unweigerlich zur Erblindung. Je nachdem an welcher Stelle die Ablösung erfolgt ist, hat man gegebenenfalls für immer einen blinden Fleck. Wenn die Ablösung im Feld des schärfsten Sehens erfolgt, ist das schlimmer, als wenn das außerhalb davon passiert ist.

Eine Netzhautablösung kann ohne besonderen Auslöser erfolgen, es kann aber auch infolge von Gewalteinwirkung passieren, also beispielsweise bei einem schweren Sturz oder größeren Erschütterungen. Hier kann es passieren, dass sie die Netzhaut löst.

Diese Symptome sollte man keinesfalls ignorieren

Eine Netzhautablösung macht sich nicht immer sofort mit dramatischen Symptomen bemerkbar, oft ist es vielmehr ein schleichender Prozess, den man unbedingt ernst nehmen sollte und regelmäßige Besuche beim Augenarzt vornehmen sollte. Oft beginnt so eine Ablösung damit, dass man „Blitze“ sieht, das passiert durch das einfallende Licht. Bei diesen Anzeichen sollte man umgehend zum Arzt gehen, denn wenn nur eine kleine Stelle abgelöst ist, lässt sich das mittels Laser schließen. Sollte die Ablösung schon weiter fortgeschritten sein, sieht man eventuell einen „Rußregen“ vor dem betroffenen Auge. Das sind nicht diese „fliegenden Mücken“ (kleine Eintrübungen im Glaskörper – das Eiweiß verklumpt leicht, wenn man älter wird) sondern ein dunkler Punkteregen, der herunterfällt. Manche haben im fortgeschrittenen Stadium auch das Gefühl der verbogenen Linien, also alle eigentlich geraden Linien „stürzen“, wie bei einem typischen Foto eines großen Bauwerkes. Hier sollte man keine Zeit mehr verlieren, denn die Sehkraft ist dann meist schon sehr stark eingeschränkt.

Bei einer stark fortgeschrittenen Ablösung kann man nicht mehr Lasern, hier ist eine Operation erforderlich, bei der man meist ein Öl zum Andrücken der Netzhaut implantiert bekommt, das nach einiger Zeit bei einer weiteren OP wieder entfernt wird. Hier ist der Erhalt der vollen Sehkraft meist nicht mehr möglich.

Es ist deshalb sinnvoll, wenn man regelmäßig beim Augenarzt eine Untersuchung vornehmen lässt, wobei auch der Augendruck eine Rolle spielt bei der Entstehung von grauem und grünem Star. Der Augenarzt kann mittels Augentropfen die Pupille weiten und so das ganze Auge genau ansehen. Nach dem weit Tropfen darf man jedoch ein paar Stunden kein Fahrzeug mehr führen, denn das Auge ist extrem lichtempfindlich, da die Pupille ganz offen ist. Hierzu lässt man sich am besten zum Augenarzt fahren.